Braun Series 9 Pro+ Test: Lohnt sich der Premium-Rasierer?

Braun Series 9 Pro+ vor dem PowerCase auf einem Badezimmerwaschtisch

Braun Series 9 Pro+ Test: meine Erfahrungen im Alltag

Der Braun Series 9 Pro+ gehört zu den teuersten Elektrorasierern von Braun. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen: Für den Preis sollte die Rasur nicht nur gründlich sein, sondern auch schnell, hautschonend und im Alltag unkompliziert funktionieren.

Interessant ist der Rasierer bei uns gleich aus zwei Perspektiven. Mein Partner nutzt ihn klassisch für die Bartrasur, ich verwende den Series 9 Pro+ ebenfalls selbst. Obwohl Braun ihn als Herrenrasierer vermarktet, spielt diese Einordnung bei der praktischen Nutzung für mich kaum eine Rolle.

Besonders gefallen uns die gründliche Rasur, die Möglichkeit zur Nass- und Trockenanwendung sowie die komfortable Reinigung über die Station. Auf Reisen ist außerdem das PowerCase praktisch. Ganz ohne Nachteile kommt das Premium-Modell aber nicht aus: Der Rasierer ist relativ groß und schwer, die Reinigungskartuschen verursachen Folgekosten und geladen wird weiterhin über Brauns eigenes Smart-Plug-System statt über USB-C. Braun nennt für den Series 9 Pro+ bis zu 60 Minuten Akkulaufzeit; einige Sets ergänzen das PowerCase und die 6-in-1-SmartCare-Station.

Vorteile

  • Sehr gründliche Rasur
  • Angenehm und hautschonend
  • Nass- und Trockenrasur möglich
  • PowerCase praktisch auf Reisen
  • Komfortable SmartCare-Reinigungsstation

Nachteile

  • Hoher Anschaffungspreis
  • Laufende Kosten für Reinigungskartuschen
  • Relativ groß und schwer
  • Kein USB-C, sondern proprietärer Braun-Anschluss

Zielgruppe und Anwendungsbereiche

Der Braun Series 9 Pro+ richtet sich vor allem an Nutzer, die regelmäßig elektrisch rasieren und dabei Wert auf eine gründliche Rasur, hohen Hautkomfort und eine komfortable Reinigung legen. Besonders sinnvoll ist er bei dichtem oder unterschiedlich wachsendem Barthaar, weil der flexible Scherkopf auch an Kinn, Hals und Konturen gut arbeitet.

Durch die Wet-&-Dry-Funktion kann der Rasierer trocken, mit Rasierschaum oder Gel sowie unter der Dusche verwendet werden. Das macht ihn im Alltag flexibel, ist für mich aber kein spezielles Outdoor-Argument.

Auch wenn Braun den Series 9 Pro+ als Herrenrasierer vermarktet, nutze ich ihn selbst als Frau. Bei uns kommt er deshalb nicht nur für die Bartrasur meines Partners zum Einsatz, sondern wird von uns beiden verwendet. Gerade bei einem so hochpreisigen Gerät ist das für uns ein praktischer Vorteil.

Weniger interessant ist der Series 9 Pro+ für Nutzer, die lediglich einen günstigen Elektrorasierer für gelegentliche Rasuren suchen. In diesem Fall bieten einfachere Modelle wahrscheinlich das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Braun Series 9 Pro+ im Praxistest

Rasurqualität: Hier spielt der Series 9 Pro+ seine Stärke aus

Mann rasiert seinen Hals mit dem Braun Series 9 Pro

Bei der eigentlichen Rasur merkt man am ehesten, warum der Braun Series 9 Pro+ in der Premiumklasse angesiedelt ist. Der flexible Scherkopf passt sich den Konturen gut an und erreicht auch Stellen an Kinn und Hals, an denen Haare häufig in unterschiedliche Richtungen wachsen. Gerade dort musste mein Partner mit einfacheren Elektrorasierern häufiger nacharbeiten.

Er nutzt den Series 9 Pro+ hauptsächlich für die klassische Bartrasur. Dabei arbeitet der Rasierer gründlich, ohne dass viel Druck notwendig ist. Das ist für mich einer der wichtigsten Punkte: Eine gute Rasur sollte nicht davon abhängen, dieselbe Hautstelle immer wieder bearbeiten zu müssen.

Bei meinem getesteten Series 9 Pro+ 9575cc setzt Braun auf fünf aufeinander abgestimmte Rasierelemente, einen flexiblen Scherkopf mit bis zu 40 Grad Anpassung und die automatische Anpassung der Leistung an die Bartdichte. In der Praxis macht sich vor allem der bewegliche Scherkopf bemerkbar, weil er den Konturen von Hals und Kinn gut folgt.

Hautgefühl und Nassrasur

Der Series 9 Pro+ kann sowohl trocken als auch mit Rasierschaum oder Gel verwendet werden. Da er vollständig wasserdicht ist, ist auch die Anwendung unter der Dusche möglich.

Im Alltag finde ich diese Flexibilität wichtiger als viele technische Leistungswerte. Wer mit einer trockenen Elektrorasur gut zurechtkommt, kann den Rasierer morgens ohne weitere Vorbereitung verwenden. Bei empfindlicher Haut lässt sich die Rasur dagegen mit Schaum oder Gel angenehmer gestalten.

Auch bei einem hochwertigen Folienrasierer können Hautreizungen natürlich nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Im Vergleich zu einer Nassrasur mit offener Klinge empfinde ich das Rasieren mit dem Series 9 Pro+ aber als unkompliziert und hautschonend.

Akku und PowerCase

Der integrierte Lithium-Ionen-Akku bietet laut Braun bis zu 60 Minuten Laufzeit. Eine vollständige Ladung dauert ebenfalls etwa 60 Minuten. Für eine einzelne Rasur reicht außerdem eine Schnellladung von rund fünf Minuten.

Mit etwa 207 Gramm ist der Series 9 Pro+ kein besonders leichter Elektrorasierer. Er liegt dadurch zwar satt und hochwertig in der Hand, das zusätzliche Gewicht ist im direkten Vergleich mit einfacheren Modellen aber durchaus spürbar.

Braun Series 9 Pro+ mit geschlossenem PowerCase

Besonders praktisch finde ich das PowerCase. Es schützt den Rasierer unterwegs und enthält gleichzeitig einen zusätzlichen Akku. Braun gibt für die Kombination aus geladenem Rasierer und PowerCase eine Nutzung von bis zu sechs Wochen ohne Steckdose an. Für kürzere Reisen kann das Ladegerät deshalb zu Hause bleiben.

Ein Kritikpunkt bleibt für mich trotzdem der Anschluss. USB-C wäre 2026 deutlich zeitgemäßer. Smartphone, Powerbank und viele andere Geräte lassen sich inzwischen mit demselben Kabel laden, während der Braun weiterhin sein eigenes SmartPlug-Ladekabel benötigt.

Reinigungsstation: bequem, aber nicht kostenlos

Die 6-in-1 SmartCare-Reinigungsstation gehört zu den Extras, die man nicht zwingend benötigt, an deren Komfort man sich aber schnell gewöhnt. Sie reinigt und pflegt den Rasierer, trocknet ihn und lädt den Akku wieder auf. Der Series 9 Pro+ lässt sich selbstverständlich auch ohne Station unter fließendem Wasser reinigen.

Der Komfort verursacht allerdings laufende Kosten. Ein 6er-Pack der originalen Braun ShaverCare Reinigungskartuschen ist im August 2026 bereits ab rund 29 Euro erhältlich, bei vielen Händlern liegt der Preis bei etwa 30 bis 32 Euro. Damit kostet eine Kartusche ungefähr fünf Euro.

Wie lange eine Kartusche hält, hängt davon ab, wie häufig die Reinigungsstation genutzt wird. Braun nennt etwa drei Wochen bei sehr regelmäßiger Nutzung und empfiehlt einen Wechsel spätestens nach acht Wochen. Wer die SmartCare-Station häufig verwendet, sollte diese Folgekosten beim Kauf deshalb mit einrechnen.

Braun Series 9 Pro+ als Frau nutzen: meine Erfahrung

Braun vermarktet den Series 9 Pro+ in erster Linie als Herrenrasierer. Ich nutze ihn trotzdem selbst. Für mich ist letztlich entscheidend, wie gut ein Rasierer funktioniert und nicht, welcher Zielgruppe er auf der Verpackung zugeordnet wird.

Der große Scherkopf hat dabei Vor- und Nachteile. Auf größeren Flächen lässt sich damit zügig arbeiten, an kleineren oder schwer zugänglichen Stellen ist ein kompakter Körperrasierer handlicher. Positiv finde ich das Folienrasierer-Prinzip: Die eigentlichen Klingen liegen unter den Scherfolien und gleiten nicht offen über die Haut.

Für mich ist der Series 9 Pro+ deshalb kein klassischer „Damenrasierer“, sondern schlicht ein hochwertiger Elektrorasierer, den ich genauso mitbenutzen kann. Da wir das Gerät ohnehin gemeinsam verwenden, relativiert sich für uns auch der hohe Anschaffungspreis etwas.

Frau rasiert ihr Bein mit dem Braun Series 9 Pro+

Ein Rasierer für uns beide

Bei uns wird der Series 9 Pro+ nicht nur von meinem Partner genutzt. Ich verwende ihn ebenfalls. Genau das ist für mich ein ziemlich praktischer Vorteil.

Mein Partner nutzt ihn hauptsächlich für die Bartrasur, ich selbst für meine eigene Rasur. Statt zwei hochwertige Elektrorasierer anzuschaffen, können wir dasselbe Gerät verwenden. Zwischen den Anwendungen lässt sich der Scherkopf schnell unter fließendem Wasser reinigen oder über die SmartCare-Station säubern.

Dadurch relativiert sich für uns auch der hohe Anschaffungspreis etwas. Für einen einzelnen Nutzer bleibt der Series 9 Pro+ teuer. Wenn zwei Personen ihn regelmäßig verwenden, sieht die Rechnung deutlich besser aus.

Als Geschenk geeignet?

Als hochwertiges Geschenk funktioniert der Series 9 Pro+ durchaus, vor allem in Sets mit PowerCase und Reinigungsstation. Wegen des hohen Preises würde ich ihn aber nur jemandem schenken, von dem ich weiß, dass er tatsächlich gerne einen Elektrorasierer verwendet.

Als allgemeines „Premium-Geschenk für Männer“ würde ich ihn dagegen nicht kaufen. Dafür ist der Rasierer zu teuer und zu speziell. Wer bereits weiß, dass der Beschenkte einen hochwertigen Elektrorasierer möchte, bekommt mit dem Series 9 Pro+ aber ein sehr umfangreich ausgestattetes Modell.

Braun Series 9 Pro+ im Vergleich: Welche Alternative lohnt sich?

Wer sich 2026 für einen Braun Series 9 Pro+ interessiert, stößt vor allem auf zwei sinnvolle Alternativen: einen günstigeren Series 9 beziehungsweise Series-9-Vorgänger und den neuen Braun NEVO als aktuelles Spitzenmodell.

ModellEinordnungFür wen interessant?


Braun Series 9*

Ältere Series-9-Generation, technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand,
aber weiterhin leistungsfähig.
Interessant, wenn der Preis deutlich unter dem Series 9 Pro+ liegt.


Braun Series 9 Pro+*

Premiumreihe mit flexiblem Scherkopf, automatischer Anpassung an die
Bartdichte und je nach Set PowerCase oder SmartCare-Station.
Für Nutzer, die sehr gute Rasurleistung und umfangreiche Ausstattung möchten.


Braun NEVO*

Neue Braun-Plattform oberhalb des Series 9 Pro+ mit AeroTouch-Technologie,
Smart Display und Edelstahlgehäuse.
Für Käufer, die bewusst das technisch neueste Braun-Modell möchten.

Für mich bleibt der Series 9 Pro+ der interessanteste Mittelweg. Er bietet bereits sehr viel Komfort und eine hochwertige Rasur, ohne preislich ganz so weit nach oben zu gehen wie der neue NEVO.

Und was ist mit dem Series 9 Pro?

Der Series 9 Pro war die direkte Weiterentwicklung des ursprünglichen Series 9 und brachte unter anderem den ProLift-Trimmer für schwer erreichbare und flach anliegende Haare mit. Braun führt ihn 2026 allerdings nicht mehr als aktuelle Hauptserie. Entsprechend würde ich ihn heute nicht mehr als zentrale Kaufalternative zum Series 9 Pro+ einordnen.

Braun NEVO: technisch neuer als der Series 9 Pro+

Stand August 2026 ist der Series 9 Pro+ nicht mehr Brauns technisch neuestes Spitzenmodell. Diese Rolle übernimmt inzwischen der Braun NEVO.

Der NEVO basiert auf einer neuen Rasierplattform und bringt unter anderem die AeroTouch-Technologie mit 250 Schneidkanten, eine besonders reibungsarme Scherfolie, ein Smart Display und ein Edelstahlgehäuse mit. Je nach Set gehört außerdem das neue 7-in-1-Pflegesystem dazu.

Technisch ist der NEVO damit klar moderner. Für mich bedeutet das aber nicht automatisch, dass sich der Aufpreis lohnt. Wer bereits mit der Ausstattung des Series 9 Pro+ zufrieden ist, bekommt weiterhin einen sehr leistungsfähigen Premiumrasierer. Der NEVO ist eher die Wahl für Käufer, die bewusst das neueste Braun-Modell möchten und bereit sind, dafür deutlich mehr auszugeben.

Fazit: Lohnt sich der Braun Series 9 Pro+?

Der Braun Series 9 Pro+* ist auch 2026 noch ein sehr guter Premium-Elektrorasierer. Seine größten Stärken liegen für mich in der gründlichen Rasur, dem angenehmen Hautgefühl, der flexiblen Nass- und Trockenanwendung sowie dem hohen Komfort durch PowerCase und SmartCare-Station.

Ganz ohne Nachteile kommt er allerdings nicht aus. Der Anschaffungspreis ist hoch, die Reinigungskartuschen verursachen laufende Kosten und ein USB-C-Anschluss wäre inzwischen deutlich zeitgemäßer. Außerdem gibt es mit dem Braun NEVO inzwischen ein technisch neueres Spitzenmodell.

Trotzdem halte ich den Series 9 Pro+ weiterhin für die interessantere Wahl, wenn du einen sehr hochwertigen Elektrorasierer suchst, aber nicht unbedingt den Aufpreis für Brauns neueste Generation zahlen möchtest. Bei uns kommt noch ein praktischer Vorteil hinzu: Mein Partner nutzt ihn für die Bartrasur und ich verwende ihn ebenfalls selbst. Dadurch lohnt sich das Gerät für uns deutlich mehr als ein Rasierer, den nur eine Person nutzt.

Wer dagegen nur gelegentlich elektrisch rasiert oder hauptsächlich auf einen niedrigen Preis achtet, braucht den Series 9 Pro+ nicht. Dann reicht auch ein günstigeres Braun-Modell.

Braun Series 9 Pro+ auf dem Waschbecken im Badezimmer

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Der Braun Series 9 Pro+ passt zu dir?
Wenn dir eine gründliche Rasur, hoher Hautkomfort und eine umfangreiche Ausstattung wichtig sind, ist der Series 9 Pro+ auch 2026 eine starke Wahl.

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Wenn du besonders viel Wert auf eine gründliche und hautschonende Elektrorasur, eine automatische Reinigungsstation und das PowerCase legst, kann sich der Series 9 Pro+ lohnen. Wer dagegen hauptsächlich einen guten Rasierer für die tägliche Trockenrasur sucht, bekommt auch mit günstigeren Braun-Modellen sehr gute Ergebnisse.
Ein 6er-Pack Braun ShaverCare Reinigungskartuschen kostet im August 2026 ungefähr 29 bis 32 Euro. Damit liegt eine Kartusche bei rund fünf Euro. Wie lange sie hält, hängt davon ab, wie häufig die SmartCare-Station verwendet wird.
Ja. Der Braun Series 9 Pro+ ist vollständig wasserdicht und eignet sich sowohl für die Trockenrasur als auch für die Rasur mit Schaum oder Gel. Er kann außerdem unter der Dusche verwendet werden.
Braun gibt eine Akkulaufzeit von bis zu 60 Minuten an. Eine vollständige Ladung dauert ungefähr eine Stunde. Zusätzlich gibt es eine Schnellladefunktion für eine einzelne Rasur. Varianten mit PowerCase können den Rasierer unterwegs zusätzlich aufladen.
Der Series 9 Pro+ eignet sich vor allem für Nutzer, die regelmäßig elektrisch rasieren und Wert auf hohe Rasurqualität, Hautkomfort und komfortable Reinigung legen. Er kann unabhängig von der Vermarktung als Herrenrasierer auch von Frauen verwendet werden. Weniger sinnvoll ist das Modell für alle, die möglichst günstig einen einfachen Elektrorasierer suchen.

Zuletzt aktualisiert am: 23. August 2026
Dieser Beitrag wird laufend gepflegt, um Erfahrungen und Änderungen bei Ausrüstung zu berücksichtigen.